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Den Bluthochdruck im Auge.

 

Bluthochdruck

 

Was der diagnostische Blick Augenärzten verrät.

 

„Leiden Sie schon lange an Bluthochdruck?“ Über diese Frage sollten sich Patienten nicht wundern, auch wenn sie ihren Augenarzt „nur“ wegen einer neuen Brille aufgesucht haben. Bei der Untersuchung der Netzhaut kann der Augenarzt den Zustand der feinen Blutgefäße am Augenhintergrund beurteilen. Er erkennt, ob sie bereits durch einen langfristig zu hohen Blutdruck geschädigt wurden.

Hoher Blutdruck ist eine Volkskrankheit, von der in Mitteleuropa mehr als ein Fünftel der Menschen betroffen ist. Da er aber oft jahrelang keine Beschwerden verursacht, wissen die Betroffenen oft nichts davon oder nehmen die Krankheit auf die leichte Schulter. Langfristig nehmen aber die Blutgefäße Schaden – Schlaganfall, Herzinfarkt und Nierenversagen sind mögliche Folgen.

 

Rückschlüsse auf Gefäßschäden

„Nirgends im Körper können Ärzte Blutgefäße so leicht und für den Untersuchten so wenig belastend betrachten wie am Auge“, erläutert Prof. Dr. med. Nicole Eter vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands: „Mit der Funduskopie, der Untersuchung des Augenhintergrunds, gewinnt der Augenarzt wertvolle Erkenntnisse über Gefäßschäden, die durch Bluthochdruck entstehen und das Risiko eines Schlaganfalls steigern.“ Denn wenn die feinen Blutgefäße, die die Netzhaut des Auges versorgen, schon durch den Bluthochdruck geschädigt sind, so kann man davon ausgehen, dass auch Blutgefäße in anderen Organen von den Veränderungen betroffen sind.

 

Extremfall hypertensive Retinopathie

In Extremfällen kann es sogar zu schweren und unumkehrbaren Schäden in der Netzhaut kommen. Nur dann sind eine Abnahme der Sehschärfe und Ausfälle im Gesichtsfeld durch den hohen Blutdruck möglich.

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