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Aktuelle Themen zur Gesundheit.

Impfung gegen die „neue Grippe“ Influenzavirus A [H1N1]
sog. „Schweinegrippe“

Die Verbreitungsgeschwindigkeit der neuen Influenza H1N1 nimmt zu. Die vor einiger Zeit noch diskutierten potentiellen Nebenwirkungen (NW) des Impfstoffes Pandemrix sind, soweit man nach Beginn der Impfung in NRW weiß, zumindest nicht stärker (allerdings häufiger) als bei der saisonalen Impfung.

Inzwischen sind in Nordrhein mehrere Tausend Impfungen mit dem Impfstoff Pandemrix (adjuvantierte Spaltvakzine) durchgeführt worden. Die beschriebenen NW sind vorübergehende grippale Symptomatik, Kopfschmerzen, lokale Reizung und Schwellung an der Injektionsstelle. Zu den seltenen NW (z.B. allergischer Schock, Autoimmunerkrankungen des Nervensystems) kann erst nach Abschluß größerer Studien (bzw. wenn in den nächsten Wochen weitere Informationen über die bereits geimpften Patienten vorliegen) eine Aussage getroffen werden.

Vor diesem Hintergrund und der zunehmenden Ausbreitungsgeschwindigkeit der Grippe wird von allen involvierten und insbesondere den verantwortlichen Fachgremien die Ansicht vertreten, dass die empfohlene Impfung nun auch möglichst bald erfolgen sollte.

Geimpft werden sollten insbesondere Personen im Gesundheitswesen und in öffentlichen Diensten sowie chronisch Kranke – auf Wunsch aber auch alle anderen impfwilligen Personen. Die bisher vorgesehene zeitlich konsekutive Reihung dieser Gruppen wurde aufgehoben.

Aus Gründen der recht guten Verträglichkeit und der Tatsache, dass für diese Altersgruppe mittlerweile mehr Daten als mit dem Baxter-Impfstoff (Impfstoff ohne Wirkverstärker) vorhanden sind, wurde die Zurückhaltung bezüglich junger Kinder aufgegeben.

Die Kinder sollten jedoch nicht jünger als 6 Monate alt sein.

Wegen der für diese Gruppe auch jetzt noch kleinen Datenlage, gilt weiterhin:
Kinder unter 3 Jahren sollten nur bei klar vorliegender Indikation geimpft werden.

Es gibt noch keine zufriedenstellende Klarheit bezüglich der Empfehlung Schwangere zu impfen, weshalb die Indikation für die Impfung der Schwangeren noch streng gestellt werden und erst ab dem 2. Trimenon geimpft werden sollte.

Da die Erkrankungen bislang noch durchweg milde verlaufen, gilt: Patienten und besonders Kinder sollten nicht routinemäßig mit z.B. Tamiflu behandelt werden.
Erstens wird die Wirksamkeit gerade bei der "Neuen Grippe" als gering eingestuft und zweitens soll die Entwicklung von Resistenzen durch unnötige Routinemedikation verhütet werden.

Die Impfung ist derzeit weniger aus individueller Sicht sondern mehr aus epidemiologischer Sicht empfohlen, weil die "Neue Grippe" jetzt grassiert und sonst zu einem hohen Krankenstand mit Überfüllung auch der Krankenhäuser führen würde. Zudem werden gerade Kleinkinder und Schwangere unnötig gefährdet.
Nicht zuletzt steigt bei ungehinderter Ausbreitung die Gefahr von Mutationen in Richtung einer erhöhten Virulenz.
Diese Empfehlungen können durch Veränderungen im Infektionsgeschehen jederzeit abgeändert und angepasst werden.

Als Patient haben Sie die Möglichkeit, sich in einer unserer Praxen impfen zu lassen.
Aufgrund der organisatorischen Besonderheit, dass das Impfserum jeweils in 10er Portionen ausgeliefert wird und nach Bereitstellung nur 24 Std. haltbar ist, müssen wir Sie bitten, sich in den jeweiligen Praxen zur Impfung in Listen eintragen zu lassen. Sie bekommen dann von uns den Termin genannt, an dem die nächste Impfung stattfinden wird. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Kinder unter 12 Jahren in unserer Praxis nicht impfen.

Damit nicht unnötig Impfserum verworfen werden muss, möchten wir Sie dringend bitten, den mitgeteilten Termin auf jeden Fall wahrzunehmen.

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